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3.1 Architektur und Konzept
FTP benötigt zwei separate TCP-Verbindungen: eine um Kommandos und Antworten
zwischen Client und Server zu übertragen, und eine weitere um die Daten auszutauschen.
Das File Transfer Protocol legt zur Übertragung von Dateien den TCP-Port 20 als Datenkanal
und den TCP-Port 21 als Kommandokanal fest. FTP verwendet als Protokoll-Elemente den
ASCII-Text, der aus einem vier Zeichen langen Kommandowort mit optionalen Parametern
besteht. Die Rückmeldungen beinhalten einen dreistelligen Zifferncode und einen Text, der
aus einer Erklärung über Erfolg oder Misserfolg der Aktion zusammengesetzt ist. Die FTP-
Protokollkommandos erlauben das Senden, Empfangen, Löschen oder Umbenennen von
Dateien, das Einrichten, Löschen und Wechseln von Dateiverzeichnissen, das Anfügen von
Dateien sowie das Versenden von elektronischer Post.
Für jeden Datentransfer wird eine TCP-Verbindung zwischen Client und Server eröffnet, die
nach der Übertragung wieder geschlossen wird. Auf diese Art und Weise verwendet FTP die
Sicherheitsfunktionen von TCP, das ja bereits alle nötigen Vorkehrungen zur fehlerlosen
Übertragung trifft. Über diese Kontrollverbindung werden von dem Anwender-
Protokollinterpreter FTP-Kommandos an den FTP-Serverprozess übertragen und Antworten
an den Benutzer zurückgeschickt, z.B. Fehlermeldungen oder die Inhalte der Verzeichnisse
[Abbildung 2].
Abbildung 2: Konzept von FTP [3]
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