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Die FTP-Anweisungen spezifizieren die Parameter der Datenübertragung (Datenport,
Übertragungsmodus, Darstellungstyp und Struktur) und die Art der Dateisystemoperation wie
Speichern, Lesen, Anhängen, Löschen usw. Der Anwender-Datenübertragungsprozess muss
auf dem ausgehandelten Port lauschen und den Eingang von Daten erwarten. Es wird nicht
verlangt, dass der Anwender-Protokollinterpreter und der Anwender-Datenübertragungs-
prozess auf dem gleichen Rechnersystem ablaufen. Die Verbindung kann sowohl zum Senden
als auch zum Empfang von Daten verwendet werden. Es ist ebenso möglich, dass ein
Anwender Daten zwischen Hosts übertragen kann, die beide nicht lokal sind, sondern FTP-
Server enthalten [Abbildung 3]. Man erhält also eine Server-Server-Datenübertragung. Die
Kontrollverbindung muss in jedem Falle während der Datenübertragung bestehen bleiben und
nach Anforderung durch den Anwender vom Server explizit abgebrochen werden. [Vgl. [2]]
Abbildung 3: Server-Server-Datenübertragung [3]
Das Übertragen von Dateien kann in zwei Modi erfolgen: der ASCII- und BINARY-Modus.
Die ASCII-Übertragung kann sehr gut für das kopieren reiner Textdateien eingesetzt werden
und verwendet eine 7-bit Übertragung (128 Zeichen). Zudem werden die Steuerzeichen bei
der Übertragung zwischen verschiedenen Betriebssystemen richtig umgesetzt. Für alle
Dateien, die nicht aus einem reinen Text bestehen, muss jedoch der BINARY-Modus als
Übertragungsart gewählt werden, da nur dadurch binäre Programmdaten, Bilder und Töne
richtig übertragen werden können, während sie durch den ASCII-Modus verstümmelt und
unbrauchbar gemacht werden würden. Demzufolge wird im BINARY-Modus eine Datei ohne
jegliche Umwandlung als eine Folge von Bytes übertragen. Durch diese Art der Übertragung
erfolgt der Versandt von Daten schneller.
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