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Tunneling (Bounce Attack)
Eine weitere Schwachstelle von FTP ist das FTP-Kommando PORT. Der Angreifer
kann sein Opfer nicht direkt, sondern über einen FTP-Server attackieren. Hierzu
sendet der Angreifer per PORT-Befehl die IP-Adresse und die Portnummer des
Opfers an einen FTP-Server. Der Angreifer kann den Server veranlassen, eine Datei
mit Kommandos, die der angegriffene Dienst versteht, dem Opfer zu schicken. Der
Server greift dann stellvertretend das Opfer an. Bei dieser Methode des Tunneling ist
es schwierig den Angreifer zu ermitteln.
4. Trivial File Transfer Protocol (TFTP)
Neben FTP gibt es noch einen weiteren Dateitransferdienst namens Trivial File Transfer
Protokoll, kurz TFTP bezeichnet. TFTP unterscheidet sich in einigen Dingen von FTP. Zum
einen nutzt TFTP bei einem Verbindungsaufbau nicht TCP sondern UDP (User Diagram
Protocol). Im Vergleich zu TCP bietet UDP aber nicht die Sicherheitsmechanismen von TCP.
Es ist verbindungslos und damit auch unzuverlässig. Es sieht die Datenübertragung als
Senden von Einzelpaketen (Datagramme), ist aber dadurch schneller als TCP. TFTP
unterstützt nur den Dateitransfer und braucht dementsprechend nur eine geringe Anzahl von
verfügbaren Befehlen. Dies umfasst das Lesen und Schreiben einer Datei. Dem Benutzer ist
es nicht erlaubt den Inhalt eines Verzeichnisses bzw. die Namen der verfügbaren Dateien
aufzulisten. Zudem gibt es bei TFTP keine Autorisierung, d.h. dass der Client weder einen
Anmeldenamen noch ein Passwort besitzen muss. Er ist in der Lage nur Dateien zu
übertragen, wenn die zugehörigen Zugriffsrechte global sind.
TFTP besitzt gegenüber FTP aber auch zwei Vorteile: Zum einen kann TFTP dort genutzt
werden, wo TCP nicht verfügbar ist, aber UDP. Zum anderen braucht der Code für TFTP
weniger Speicher als bei FTP. Diese Vorteile spielen für diejenigen eine Rolle, die mit einem
kleinen Computer bzw. einem speziellen Hardwaregerät arbeiten. Außerdem wird TFTP im
wesentlichen benutzt zum Laden spezieller Hardware mit zugehöriger Software bzw.
Konfigurationsdaten, wie zum Beispiel Router oder Terminal-Server.
5. Network File System (NFS)
Ein Network File System, kurz NFS, erlaubt das Verwalten
von Dateien auf mehreren Computern innerhalb eines
Netzwerkes so, als ob sie auf der lokalen Festplatte
gespeichert wären. Dadurch ist es nicht nötig zu wissen, wo
die Dateien physikalisch gespeichert sind, um auf diese
zuzugreifen.
NFS erlaubt es auf einfache Weise Daten zwischen
mehreren Computern zu teilen. Zum Beispiel muss der
Benutzer nicht mit Hilfe des Dateitransferdiensts die
gesamte Datei von einem anderen Computer auf seinen
eigenen übertragen, wenn er nur eine Nachricht anhängen
will. Mit NFS kann der Benutzer die entfernte Datei öffnen,
eine bestimmte Stelle in der Datei aufsuchen und Daten ab dieser Stelle lesen oder schreiben.
Abbildung 6: Network File
System [7]
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